Struwwelpeter in aller Welt

Neue Struwwelpeter-Illustration von Oscar Bolton Green

Juni 19, 2008 · 1 Kommentar

Eine neue llustration des Struwwelpeters ist von Oscar Bolton Green erschaffen worden:

Wednesday, 6 February 2008

Struwwelpeter


Thought I’d kick it off with some of my older work. Here are a selection of images from my reinterpretation of the classic children’s book, ‘Struwwelpeter’, which I did last spring. I focused especially on the ideas surrounding illusion and puppetry. The main influences for this series were the works of Miroslav Sasek and Tim Burton’s early film, ‘Vincent’…

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Hoffmanns Erzählungen

Juni 19, 2008 · Kommentar schreiben

Ein sehr guter Artikel, der einen Überblick über die Hintergründe und Nebenschauplätze der Struwwelpetergeschichten gibt, ist am
Samstag, 22. März 2008 von Andreas Steinhöfel gepostet worden.

Hoffmanns Erzählungen

Als der Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann zu Weihnachten 1844 nach einem passenden Bilderbuch für seinen dreijährigen Sohn suchte, fand er, wie er selbst später berichtete, im einschlägigen Buchhandel bloß dies: „Lange Erzählungen oder alberne Bildersammlungen, moralische Geschichten, die mit ermahnenden Vorschriften begannen und schlossen, wie: ‘Das brave Kind muss wahrhaft sein‘; oder: ‘Brave Kinder müssen sich reinlich halten‘ usw.“


Kurz entschlossen schrieb und zeichnete Hoffmann ein eigenes Buch, das nicht nur dem Sohnemann gefiel, sondern auch Freunden und Bekannten. Man drängte Hoffmann zu einer Veröffentlichung, der gab nach, und so erschienen, ein Jahr darauf, unter dem Pseudonym Reimerich Kinderlieb Drollige Geschichten und lustige Bilder für Kinder von 3–6 Jahren. Das Buch wurde ein Welterfolg. Schon bald nach seinem Erscheinen übersetzt in viele SPRACHEN, parodiert, ironisiert, politisiert, geschmäht, gepriesen, erlebte es bis heute 540 Auflagen. Umbenannt wurde es bereits ab der vierten: 1847 (anderen Quellen zufolge 1848) erhielt es, teilweise überarbeitet und komplett neu bebildert, den Titel Struwwelpeter.


In der modernen heutigen Diskussion gilt der Struwwelpeter als Musterbeispiel für schwarze Pädagogik, für eine Kindererziehung also, die unter nicht nur Androhung, sondern tatsächlicher Ausübung von physischer und psychischer Gewalt erfolgt mit dem Ziel, das Kind in ein widerspruchslos funktionierenden Rädchen im Getriebe einer (industrialisierten, ökonomisierten) Gesellschaft zu verwandeln. Schaut man sich den armen, um seine Nuckeldaumen erleichterten Konrad an, ist das ganz sicher eine richtige Einordnung. Es ist aber auch eine typische eingleisig-deutsche, unterschlägt sie doch die den Struwwelpeter zumindest teilweise durchziehende, quasi als Erlösungsmerkmal wirkende Ironie und poetische Gerechtigkeit: Dass Friederich, der dämliche Tierquäler, zuletzt von einem Hund gebissen wurde, fand ich als Kind jedenfalls nur fair; dass die den Mohren verspottenden rassistischen Knaben ins rabenschwarze Tintenfass gesteckt wurden, ebenfalls, und dem Hasen, der seinem Jäger die Wumme klaute und damit auf ihn ballerte, einen knappen Meter vorbei, wünschte ich bei jeder Lektüre mehr Treffsicherheit.


Am besten aber erinnere ich mich an jene Geschichten, die mich als Dötzeken deshalb faszinierten, weil ich zu ihnen einen auf eigener Erfahrung beruhenden, direkten Bezug herstellen konnte: Um Messer, Gabel, Schere, Licht machte ich bereits einen weiten Bogen, seit ich als Vierjähriger zwei Mal in eine geöffnete Steckdose gefasst hatte; entsprechend schick fand ich Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug, auch wenn mir das ob verbotenen Zündelns mit Streichhölzern abgefackelte Paulinchen viel weniger leid tat als seine um es weinenden Katzen. Ob diverser von mir hinterlassener Flurschäden als Hanns Guck-in-die-Luft fror ich in stiller Anteilnahme mit dem klatschnassen Jungen der gleichnamigen Erzählung um die Wette, konnte mir dafür aber – ich bin noch heute begeisterter Regengänger – kein großartigeres Schicksal vorstellen als das des Knaben Robert, der, entgegen allen Warnungen und Verboten, bei schlechtem Wetter unbedingt vor die Tür wollte:

Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immerfort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.
Wo der Wind sie hingetragen,
Ja! das weiß kein Mensch zu sagen.

Extrem cool. Man konnte nach dem Luftritt tatsächlich sonst wo rauskommen, in Afrika oder Indien oder, Gipfel aller Träume, in Kansas, von wo es via Tornado dann gleich weiterging ins zauberhafte Land Oz.


Folge dem gelben Steinweg: Wer den Struwwelpeter durchwandert, dem bietet das Buch noch heute einen recht unverstellten Blick auf das Erziehungsdrama des gewöhnlichen Kindes, wie es sich bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts abspielte. Dann änderten sich die Zeiten. Struwwelpeter und Konsorten wurden beiseite gefegt, das war zunächst gut so, aber weniger steinig wurde der Weg danach kaum. Er gabelte sich im Schatten der GRÜNEN WOLKE vielfach, wurde hier labyrinthisch und mündete dort in so manche Sackgasse, von denen unser kaputt experimentiertes Bilddungssystem vielleicht nicht die traurigste, aber prominenteste darstellt. Zuletzt schließlich, ins 21. Jahrhundert hinein, wurde der Weg gesäumt von neoliberalen Zielgruppenentdeckern, Hedonismus predigenden Wegelagerern und politisch korrekten Angstschissern, die das gewöhnliche Dötzeken vermeintlich aufwerteten zum kaufkräftigen, spaßverwöhnten, gleichberechtigten und damit – große Überraschung – natürlich hoffnungslos überforderten Partner für seine gleichermaßen überforderten Erziehungsberechtigten: Das Kind 2.0, dessen Status als ERSTBESIEDLER unserer schönen neuen Welt seinen Eltern dermaßen Furcht einflößt, dass sie es, mit dem Köpfchen voran, lieber gleich in einen Sturzhelm gebären.

Wie auch immer: Dem Struwwelpeter ist längst ein eigenes Museum gewidmet, und Heinrich Hoffmann gilt inzwischen als maßgeblicher Begründer der Jugendpsychiatrie. 1851 wurde er als Direktor der städtischen Nervenheilanstalt von Frankfurt am Main eingesetzt, deren Räumlichkeiten er wohl wenig prickelnd fand, denn schon 1864 wurde eine auf sein Betreiben und gegen große Widerstände erbaute, modellhafte psychiatrische Klinik vor den Toren der Stadt eröffnet. Gut möglich, dass Hoffmann auch dort beobachtete, was er literarisch schon viel früher verewigt hatte, seine berühmte Geschichte um den verhungernden Suppen-Kaspar zum Beispiel, die als erste literarische Darstellung einer Anorexia Nervosa überhaupt gilt.

Spannender, weil weniger augenfällig, bleibt jedoch Hoffmanns Beschäftigung mit einem anderen, aktuell immer wieder diskutierten Krankheitsbild: Der schon oben erwähnte Hanns Guck-in-die-Luft mit seinem Hang zum Tagträumen wie auch der hyperaktive Zappel-Phillip stehen mustergültig für das Phänomen der ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung; kurz auch ADS für Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom). Etwa 3 bis 10 Prozent aller Kinder sind von ADHS betroffen. Dass der Prozentsatz derart stark variiert, liegt an der Schwierigkeit der Einordnung. Fast jedes Kind glänzt durch Ablenkbarkeit, Impulsivität und einen gewissen Aktivitätsüberschuss; es ist die Bewertung von Kombination und Summe dieser Merkmale, aus der ein guter Psychologe die tatsächliche Krankheit (die neben erblicher Disposition auch neurobiologische sowie psychosoziale Ursachen hat) ableitet. Das sehr lesbare Werk Zwanghaft zerstreut der beiden selbst von der Krankheit betroffenen Psychologen Hallowell und Ratey gibt einen behutsamen Abriss über das Thema, der vor allem Angehörigen von erwachsenen ADHS-Patienten (zwei Drittel der erkrankten Kinder nehmen, unbehandelt, das Syndrom mit in ihr späteres Leben) Orientierung und Hilfe bietet.


Und warum schreibe ich das alles? Weil die Kölner Autorin (und Journalistin, und Regisseurin, und verdammt gute Köchin) Ute Wegmann es geschafft hat, diesem Thema ein Buch zu widmen, ohne dass darin die Abkürzung ADHS bzw. die Anwendung selbiger Vokabel auf ihre damit geschlagene kindliche Protagonistin auch nur einmal vorkommt. Vielleicht liegt das daran, dass man Weit weg … nach Hause auch als Mobbing-Geschichte lesen kann, doch greift diese verlockend nahe liegende, aber eindimensionale Lesart viel zu kurz: Das Mobbing, dem die Heldin Luisa ausgesetzt ist, ist nur die Konsequenz ihrer Zerstreutheit, einer keineswegs bewusst vorangetriebenen, sondern sich stets assoziativ ergebenden Flucht in immer neue Traumwelten, durch die das Mädchen sich seiner Umwelt entfremdet. Wegmann gelingt es dabei bravourös, uns zusammen mit Luisa in deren verträumte Welt zu versetzen und konsequent die abgelenkten Blickwinkel des Mädchens einnehmen zu lassen – angesichts des facettenreichen Themas ein nicht wenig akrobatisches Kunststück, dass an Eleganz noch dadurch gewinnt, das schon Leser ab 10 Jahren es spielend goutieren können.


Ein hübscher zusätzlicher Salto ist der, dass Luisas zentrale Wut auf ihre Eltern von Wegmann nicht mit schriftstellerischer Selbstgerechtigkeit bewertet wird: Die Mutter ist eine egozentrische Schauspielerin, der Vater das Opfer einer tödlichen Überdosis von zu viel EMMA- und Brigitte-Lektüre, und doch sind beide entschieden sympathisch-menschlich. Das Resultat ist eine Art schleichende Empathie, die den Leser von Weit weg … nach Hause spätestens dann hinterrücks überfällt, als Luisa aus ihren erträumten Fluchten eine wirkliche und gefährliche macht, zuletzt aber doch noch alles gut ausgeht: Gegen Ende der Lektüre brach in völlig unvermutet in Tränen aus.

(Hinter dem Hintergrund: Neulich, bei der LitCologne, unterhielt ich mich mit Kirsten Boie über ADHS. Von ihr stammt der Lesetipp zu Zwanghaft zerstreut. Im Rahmen der LitCologne INTERVIEWTE mich außerdem Ute Wegmann zu Rico, Oskar und die Tieferschatten. Da auch Rico ein Tagträumer ist, der sich, ähnlich wie Luisa, gern in Abschweifungen verliert, hatten wir schnell ein gemeinsames Thema.)

Absatz

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Lessons from Der Struwwelpeter!

Juni 19, 2008 · Kommentar schreiben

If you’re like me, you worry about two things: collapsing balconies, and the fate of today’s children. But while you can’t predict balcony collapse without sophisticated equipment, anyone can see that today’s youth are in trouble.

Childhood obesity, decaying morality, disrespect for authority – heck, even poor music choices. They’re all caused by the same thing: poor parenting. Seems the same leftist pinkos who introduced us to the dreaded “isms” – feminism, multiculturalism, environmentalism and vegetarianism – also convinced us that the way to raise children was to spoil them with love and encourage their creative urges.

Well, it doesn’t take Nancy Grace to realize that this approach hasn’t worked. I know people don’t like to hear it, but let’s face the facts: Today’s children are lazy, rude, materialistic, self-centered ingrates who wouldn’t recognize hard work if it teabagged them.

What happened? How did we get into this mess? And how can we right the ship and ensure that our children grow into respectful members of society? The answer is clear: We must teach our children the lessons of Der Struwwelpeter.

Der Struwwelpeter, for those of you not familiar with it, was a ground-breaking book of cautionary fables written for 3- to 6-year-old children by world renowned child psychologist Dr. Heinrich Hoffman in 1845.

The story goes that Dr. Hoffman wanted to buy a picture book as a Christmas present for his son. Hoffman was disappointed to find that the only books on offer were simply not terrifying enough to scare his son into behaving properly, and set about to produce his own book of moralistic fables for his son, replete with graphic illustrations showing the disastrous consequences of anti-social behaviour.

Literally translated, “Struwwelpeter” means “Shock-headed Peter” or “Slovenly Peter”, after the title character in the book, who fails to groom himself properly and is, as a result, ostracized by his peers.

By all accounts, Der Struwwelpeter was illustrated and written with one determined purpose in mind: to absolutely terrify children into behaving properly by graphically demonstrating the irrationally far-fetched consequences associated with seemingly harmless misbehaviour. And make no mistake, Der Struwwelpeter was extremely successful in that regard. The book was translated into dozens of languages worldwide, including an English translation by Mark Twain, and continues to form part of the popular lexicon in countries where it is common to torture children.

I can attest to the terrifying experience that came with reading Der Struwwelpeter as a child; I bite my fingernails even though I am an adult, and I am convinced that I do it partly as an unconscious response to the image of Struwwelpeter himself. Just recently, I found the book on the shelf at my parents’ house, and curled up into a ball when I saw the front cover.

Now, I hear you asking: But how can a simple book like Der Struwwelpeter turn my misbehaving child around? Well, give me a chance to explain. Admittedly, the lessons in Der Struwwelpeter are hardly groundbreaking: Don’t play with matches, don’t be cruel to animals, don’t make fun of minorities, don’t suck your thumb, etc. What is groundbreaking about Der Struwwelpeter, however, is how Hoffman lovingly marries charming rhyming fables with terrifying illustrations to activate the single greatest motivating factor for small children: fear.

We at Food Court Lunch strongly believe that fear is the only way to properly raise children. Only by forcing our children to become irrationally fearful of worst case scenarios can we mold those children into useful (if emotionally stunted) members of society. It’s time to step away from the touchy-feely school of parenting and get back to Alt-Schule discipline, German style.

And so, as a service to our readers, we present to you the Top 7 Parenting Lessons from Der Struwwelpeter:

1. Personal Hygiene

What the Experts Say:

The experts will tell you that parents can encourage proper grooming habits in children by making regular grooming, such as brushing one’s teeth, a fun experience.

What Der Struwwelpeter Says:

The story of Struwwelpeter describes a young boy who refuses to brush his hair or cut his fingernails. As a result, he is reviled by all and is banished to live alone.

So next time your daughter won’t brush her teeth, don’t waste your time trying to make it an enjoyable experience; rather, simply tell her that she is disgusting and is destined to die alone.

2. Cruelty to Animals

What the Experts Say:

Children should be taught about the proper treatment of animals by explaining that all living things experience pain, and by reiterating that animals are precious creatures that should be cherished.

What Der Struwwelpeter Says:

Wrong. In “The Story of Cruel Friederich“, a violent boy terrorizes a neighbourhood dog. As a result, the dog bites Friederich and then proceeds to eat Friederich’s sausages whilst the boy is bedridden.

See what Hoffman’s done here? He’s taken a rather simple message (i.e., “don’t be cruel to animals”), and turned it into a bizarrely cautionary tale: “Don’t you ever touch a dog, because they are bloodthirsty animals who will attack you and then eat your lunch as you watch”. Brilliant.

3. Playing with Fire

What the Experts Say:

Children should be discouraged from playing with fire by stressing that matches are something that only adults can use.

What Der Struwwelpeter Says:

Wrong again. In “The Dreadful Story of Pauline and the Matches“, a careless little girl plays with matches despite the concerned pleas of two kittens. As a result, the little girl lights herself on fire, and is burned down to a pile of ashes, which pile of ashes is later doused by the tears of the two grieving kittens.

Simple message here, really. Listen to the cats, or you’re going to die.

4. Respect for Minorities:

What the Experts Say:

Children can be taught respect and empathy for minorities by exposing them to colourful ethnic and cultural traditions. Use of hurtful slang terminology to describe minorities should be strongly discouraged.

What Der Struwwelpeter Says:

Nice try, Doctor Phil. Instead, threaten your children that Santa Claus will permanently disfigure them if they dare speak ill of any minorities. As an example, in “The Story of the Inky Boys,” Saint Nicholas catches three caucasian boys teasing a big-lipped African child, and punishes the children by dipping them in black ink, thereby making the three boys even darker than “Blackie”. Lesson learned!

5. Gun Control

What the Experts Say:

Children should be taught from an early age that guns are not play objects, and should be given positive, non-violent toys as a substitute to water guns.

What Der Struwwelpeter Says:

In “The Story of the Wild Huntsman“, a rabbit steals a hunter’s rifle and eyeglasses and attempts to shoot the hunter. The hunter avoids the shot by jumping down a well, but in the ensuing chaos, the bullet grazes a coffee cup and the rabbit’s child is burned by the hot coffee.

Again, simple message here. The hunter shouldn’t have….. I mean, the rabbit should have known better than to… [ahem.] It’s more of a vorschtein, actually.

6. Thumb-Sucking

What the Experts Say:

Thumb-sucking is a normal activity for young children. As children grow and leave the crib, they can be discouraged from sucking their thumbs by putting bitter-tasting nail polish on the thumbs.

What Der Struwwelpeter Says:

Bitter thumbs? Good luck. Not scary enough. In “The Story of Little Suck-a-Thumb“, a concerned mother warns her son not to suck his thumbs. However, when she leaves the house, he resumes his thumb-sucking. Naturally, a roving tailor suddenly appears and cuts off the boy’s thumbs with giant scissors, leaving a pile of blood. Let’s see you try to suck your thumbs now!

7. Eating Habits:

What the Experts Say:

Encourage good eating habits in your children by incorporating fruits and vegetables into playful meals that emphasize the fun aspect of food. Establish regular meal times to discourage snacking.

What Der Struwwelpeter Says:

What a crock. Your kid won’t eat? Maybe it’s time to remind them that famine and death lurk around the corner. In the aptly-named “Story of Kaspar Who Did not Have any Soup“, Kaspar, a strong young boy, declares that he no longer wishes to eat his soup. Over the next few days, he wastes away and dies. Problem solved.

From the concerned parents of Food Court Lunch

Kommentare:

7 Responses to “Lessons from Der Struwwelpeter!”

  1. Gourmet Spud Says:
    April 10th, 2008 at 8:42 am This explains so much. Not only about Germans in general, but about why Menu is always eating other people’s soup.
  2. Blue Menu Says:
    April 10th, 2008 at 8:49 am It was always my soup!
  3. Toad in the Hole Says:
    April 10th, 2008 at 1:11 pm Outstanding public-service annoucement, FCL. When I get home tonight, I will taunt any nearby dog into biting my children, then set them on fire, toss them down a well and dip them in ink. Maybe not in that order, I might ad-lib a bit. Well on my way to winner of the Canadian Parenting’s father of the year award.

    By the way, I think Pauline’s despondent kittens also used her ashes as a dirtbox – see the two suspicious-looking, turd-like, uh, turds in the foreground.

  4. Blue Menu Says:
    April 10th, 2008 at 1:21 pm One of my favourite passages:

    Now see! oh! see, what a dreadful thing
    The fire has caught her apron-string;
    Her apron burns, her arms, her hair;
    She burns all over, everywhere.

    So she was burnt with all her clothes,
    And arms and hands, and eyes and nose;
    Till she had nothing more to lose
    Except her little scarlet shoes;
    And nothing else but these was found
    Among her ashes on the ground.

  5. blackheartededitor Says:
    April 10th, 2008 at 1:48 pm The two screaming cats and the girl on fire would make a great album cover.

    Not as great as, say, posing with your steins and accordion in front of the Alps, but still pretty good.

  6. Blue Menu Says:
    April 10th, 2008 at 1:52 pm BHE:

    Trust me – you do NOT want the Ricola people getting their legal department involved.

  7. General Tao Says:
    April 10th, 2008 at 3:39 pm I am still stuck on the image of Nancy Grace’s informative fellatio demonstration. “Headline Prime” indeed!

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Struwwelpeter in Edingburgh

Juni 19, 2008 · Kommentar schreiben

Ein Foto vom Childhood-Museum in Edinburgh.

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War Struwwelpeter ein Hallenser?

Juni 19, 2008 · Kommentar schreiben

Diese Frage wurde am 3. Juni in der Mitteldeutschen Zeitung gestellt.
War Struwwelpeter ein Hallenser?
Der Dichter und Nervenarzt Heinrich Hoffmann studierte in der Saalestadt
Heinrich Hoffmann

In der Großen Ulrichstraße – wahrscheinlich Nummer 35 – wohnte einst der junge Heinrich Hoffmann. Seiner halleschen Zeit verdankte der Medizinstudent wertvolle Inspirationen für «Struwwelpeter» und andere seiner skurrilen Figuren. (Foto: MZ)

Halle/MZ. „Sieh einmal, hier steht er. Pfui, der Struwwelpeter!“ Eins der berühmtesten und erfolgreichsten Bücher aller Zeiten – gedichtet vor 164 Jahren – beginnt mit diesem Vers. Aber bis heute ist eine Frage unbeantwortet: Wo war „hier“? Die bislang kaum beachtete Tatsache, dass Struwwelpeters Schöpfer Heinrich Hoffmann in Halle Medizin studiert und hier auch promoviert hat, könnte nun Aufschluss bringen. Die Struwwelpeter-Revue, die jüngst auf der Kulturinsel Premiere hatte, gab den Anlass für die Recherche.

Mindestens 15 Monate – also länger als Eichendorff – verbrachte Hoffmann, dessen 200. Geburtstag nächstes Jahr ansteht, in der Saalestadt. Gewohnt hat er von 1833 bis 1834 in der Großen Ulrichstraße. Ob Nummer 35 oder 36, darüber sind Stadtarchiv und Universitätsarchiv uneins. Es war zehn Jahre bevor der dichtende Arzt in Frankfurt seinem Sohn zu Weihnachten besagtes Bilderbuch schenkte.

Wie es entstanden ist und welche Geheimnisse sich hinter seinen Figuren verbergen, darüber gibt es inzwischen einige Aufschlüsse. Die erste Spur führt zum „Zappelphilipp“. Heinrich Hoffmann selbst habe als Kind und sogar noch als Erwachsener unter extremer Hyperaktivität (ADHS-Syndrom) gelitten, behaupten die Autoren Johanna und Klaus-Hennig Krause nach intensivem Studium von biografischem Quellenmaterial. Schrieb er das Gedicht also auch zur Eigentherapie? – Ähnlich stellt sich die Frage bei einer anderen Story aus dem Struwwelpeter. „Der Friedrich, der Friedrich, das war ein böser Wüterich“ heißt es über den wildesten von Hoffmanns Helden. Doch jetzt kam heraus, dass auch der Dichter selbst in seiner halleschen Zeit ein ziemliches Früchtchen gewesen sein muss. Denn noch heute steht eine Disziplinarstrafe gegen ihn bei der halleschen Universität zu Buche. Im Sommersemester 1833 gab es gegen den Kandidaten der Medizin eine „Verwarnung wegen des Verdachts der Beleidigung eines Nachtwächters“. Nahezu beleidigend, mindestens aber sehr abschätzig („Er verkehrte mit seinen Schülern absolut rücksichtslos“) äußerte sich Hoffmann auch über seinen Professor, den Pathologen Peter Krukenberg, nach dem in Halle eine Straße benannt ist.

Sollte Heinrich Hoffmann also vielleicht auch selbst der Struwwelpeter gewesen sein? – Dass er mit diesem Gammler-Urtyp ein bisschen sympathisierte, zeigt vielleicht die Tatsache, dass Hoffmann sich nach der 1848er Revolution rühmte, der erste Frankfurter Arzt mit Vollbart gewesen zu sein. Doch einem kleinen struwweligen und zerzausten Urbild jener Figur, die Hoffmann später berühmt machen sollte, kann er am ehesten in Halle begegnet sein. Von seiner Hyperaktivität getrieben, soll der Student nämlich endlose Spaziergänge durch die umliegenden Wälder, Felder und Halles Vororte unternommen haben. In Glaucha, das trotz des Wirkens der Franckeschen Stiftungen auch im 19. Jahrhundert noch ein sozialer Brennpunkt war, könnte er ihm alle Nasen lang über den Weg gelaufen sein.

Dass so ein Ur-Struppi im Herzen des Dichters erst 1844 zum Struwwelpeter avancierte, ist alles anders als verwunderlich. Die Kinderbuchautorin und einstige hallesche Stadtschreiberin Christina Seidel kennt solche Latenzzeiten für die besten Ideen von Kollegen-Berichten wie aus eigener Erfahrung: „Entweder es gelingt sofort“, sagt sie, „oder es dauert mindestens zehn Jahre“. Genau solange hat der Struwwelpeter nach Hoffmanns Zeit in Halle auch gebraucht.

Link

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Struwwelpeters Reu und Bekehrung – Online Ausgabe

Juni 19, 2008 · Kommentar schreiben

Unter dem Link

kann man die Struwwelpetriade „Struwwelpeters Reu und Bekehrung“ online anschauen oder komplett als PDF herunterladen.

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Struwwelpeter gestutzt – wie gut, dass „Haare“ nachwachsen

Juni 19, 2008 · Kommentar schreiben

Schlagwort: ‘Waechter’

Ein Struwwelpeter wird zum Glatzkopf

40 Jahre lang stand die Bruchweide am Wegesrand der Schwanheimer Wiesen. Vor zwei Jahren dann wurde die Ruhe des Baums etwas gestört, als eben diese Weide sprichwörtlich zur Augenweide wurde. Zu einem Objekt komischer Kunst. Denn aus den gezeichneten Werken des verstorbenen Künstlers der neuen Frankfurter Schule F.K. Waechter wurde „Kunst am Baum“. Sechs dieser Kunstwerke gibt es im Grüngürtel, die „Eule im Norwegerpulli“ oder auch die „Eiche mit Monsterkindern“. Und dann eben den Anti-Struwwelpeter in Schwanheim.
forsternatur.jpg
Zwei Glasaugen baumeln am Weidenstamm, befestigt mit Drahtspiralen. Das wirre Geäst simuliert die Mähne. Jahrelang hat der Zauserich sich dem Friseurbesuch entzogen. Gestern Vormittag aber war mit dem Wildwuchs Schluss. Zwei Forstarbeiter rückten ihm mit Motorsäge und Heckenschere zu Leibe.
haareab.jpg
Jetzt hat der Struwwelpeter einen modischen Kurzhaarschnitt und macht große Augen.

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